Naxos Insel, Stadt und Kultur

Die Stadt Naxos
Griechische Architektur im Bourgos
Früh kykladische Zeit und die Kouri
Ganz wenig Archäologie
Pyrgoi, die Wohntürme der Venezianer
Andere Türme
Wegen der Strände kommen sie nach Naxos

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Superlativ - die Größte, die Höchste, die Wasserreichste und somit auch die Fruchtbarste, die Schönste der Kykladen; Pandoras kostbarster Edelstein aus Ihrer Dose, die sie über der Ägäis ausleerte.

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Was hat im Wandel der Zeiten doch immer wieder die Eroberer, die Besatzer und letztlich auch die Touristen sich so begeistern lassen für diese Insel mitten in der Ägäis; weit weg vom Mutterland Europa, weit weg von Asien und auch weit weg von Afrika?

Der Hauptort Chora gibt sich wenig einladend, wenn man sich mit dem Schiff nähert. Außer vielleicht im Frühjahr, wenn der Duft der Blumen, Blüten und Kräuter den Reisenden schon von weitem betört.

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Die Empfindung ändert sich aber, wenn man in das Städtchen vordringt, wo sich eine kykladisch - venezianische Mittelalteratmosphäre in perfektem Einklang mit dem modernen, touristischen Anspruch einigt.

Die Landschaft aber verspricht schon sofort sehr viel; da tun sich zerklüftete Felsen und Berge auf, versprechen grüne Täler und Wasser führende Ebenen reiche Ernten.
Tatsächlich ist die Insel berühmt und bekannt für seine in alle Welt verkauften Saatkartoffeln, die uebrigens auch hervorragend schmecken,
Gebacken im Olivenöl der schier unendlichen Olivenhaine der Hochtäler.

Naxos bietet dem Besucher alle Schauspiele der Natur;

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Schluchten, Höhlen, kilometerlange Traumstrände oder kleine Naturbuchten mit kristallklarem Wasser, romantische Fischer- und Bauerndörfer, schon klassische Badeorte wie Apollonas, die höchsten Berge der Kykladen.

Sie bietet aber auch freskengeschmückte, byzantinische Kirchen und Kapellen, Wohntürme venezianischer Adelsfamilien, jede Menge Antike und jede Menge Archäologie.
Naxos muss den Vergleich mit Kreta nicht scheuen.

Keine der Kykladen-Inseln ist von solch großer landschaftlicher Abwechslung und solch kulturellem Reichtum, sodass man hier wochenlang herumstreifen kann, ohne das Gefühl zu bekommen, irgendwann alles gesehen zu haben.
Keine andere Insel ist so geeignet für einen längeren Aufenthalt wie Naxos; keine andere eignet sich so wenig zum Inselhüpfen wie sie.

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Massentourismus a la Paros, Mykonos, Santorini muss man auf Naxos nicht fürchten; hauptsächlich begegnet man Individualtouristen, die sich sehr leicht in den griechischen Alltag einfügen.

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Hier erleben Sie noch traditionelle Folklore, schon archaisch zu nennen.
Man sitzt abends zusammen mit den gastfreundlichen Einheimischen ganz sittlich-bürgerlich in den Kafenien, Tavernen und Konditoreien.Hier genießen sie den Feierabend vom Handwerk, Handel und Bergbau (Schmirgel und Marmor) und das bunte Treiben und sich Treibenlassen.

Das naxiotische Straßennetz ist dank der Mittel der europäischen Union ganz ordentlich ausgebaut.
Es gibt regelmäßige Busverbindungen; die aber doch mehr riskante Fahrweise der naxiotischen Busfahrer lässt uns eher zu einem Mietwagen raten, oder, falls man ein guter Zweiradfahrer ist, zu einem ein wenig preiswerteren Moped oder doch besser einem Motorrad.
Auch Mountain-Bikes sind sehr beliebt, man sollte aber ein trainierter Fahrer sein, letztlich gibt es Steigungen bis auf über 800 Meter ü.d.Meer.

Entdecken Sie selbst die Vielfalt von Naxos. Sie werden nicht genug Zeit haben, um alles Lohnenswerte zu sehen. Wir sind immer noch dabei, es zu entdecken.
Aber Sie dürfen ja ganz einfach wiederkommen.

 

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Das Wahrzeichen des Städtchens ist nicht etwa die kleine, weißgetünchte Kapelle Panagia Myrtidiotissa auf einem kleinen Inselchen mitten im Hafen, nein, es ist das hohe Marmortor eines Apollon -Tempels, das auch schon vom Schiff aus zu sehen ist.
Es handelt sich um den größten (immer diese Superlative!), jemals in Griechenland gebauten Tempelbau.

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530 v. Chr. vom Tyrannen Lygdamis in Auftrag gegeben, wurde der Apollon Tempel jedoch nie vollendet!
Doch ursprünglich war viel mehr Bausubstanz vorhanden.
Vier Monolithen bilden die sechs Meter hohe Portara, die Schwelle wurde in byzantinischer Zeit durchsägt, um eine dreischiffige Basilika zu errichten, die aber wurde 1344 bei einem arabischen Überfall zerstört.
Marco Sanudo und seine Mannen benutzten die Bauwerke als Steinbruch und verwendeten die Marmorblöcke zum Bau ihres Kastro.
Einzig das Tor mit Blick auf die heilige Insel Delos blieb stehen, weil es mit über 20 Tonnen Gewicht zu schwer zum Transport war.

Naxos ist bereits in der Antike auf einem Niedrigen Hügel in Meeresnähe gegründet. Zu byzantinischer Zeit verlassen, gründete der venezianische Adlige Marco Sanudo im Jahre 1207 an dieser Stelle eine Burg als Zentrum seines ägäischen Inselreiches, des Ducato dell'Archipelago. Bis 1566 hielten sich hier die venezianischen Herzöge, zuletzt die der der Familie Crispi.

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Ein Blick auf die Paralia, die Hafenmeile, mag auf den ersten Blick enttäuschend sein; nach ihrer Verbreiterung und mehrmaligem Umbauen führt die Einbahnstraße an einem Chaos von verschieden Baustilen vorbei, aber hier befinden sich die meisten Banken, Reisebüros, Schifffahrtsagenturen, Souvenirladen, Restaurants, Konditoreien und sorgen für wuselige Betriebsamkeit der Menschen, der Autos und der Mopeds im absoluten Halteverbot – wen schert's?

Den Kern der Naxos –Chora bildet das vornehme Kastro; die Wehrsiedlung des Venezianers Marco Sanudo.
Herrschaftliche Wohnhäuser bilden eine äußere Verteidigungsmauer, die einst mehrfach von Türmen unterbrochen wurde. Erhalten hat sich bis heute nur ein 12 m hoher Rundturm im Nordwesten des Kastro, der Glesou Turm.
An der höchsten Stelle der Wehrsiedlung erheben sich noch heute die Überreste des Donjon, als Palast der Sanudo bekannter Wehrturm, der heute nur noch als Wassertank dient.

kastro grundrissvign a. Donjon, die Überreste des Sanudo Wehrturm b.Glesou Turm an der Trani Porta
c. Südtor am Pradouna Platz


Alle Wege und Gassen münden auf einem zentralen Platz, wo sich auch die katholische Kathedrale befindet, untereinander verbunden durch eine Ringgasse.
Nicht weit entfernt findet sich eine weitere katholische Kirche in einem ehemaligen Kapuzinerkloster; heute ein Ferienheim für katholische Jugendliche.
Außerdem das Ursulinenkloster und gleich daneben das archäologische Museum, ehemaliges Jesuitenkloster und Knabenschule, wo auch der bekannte kretische Schriftsteller Nikos Katzantzakis die Schulbank drückte.

Das archäologische Museum musste wohl seine reichsten Schätze an die Athener Museen abgeben; trotzdem hortet es in seinen überfüllten Vitrinen reichhaltige und sehenswerte Schätze. Sie sehen dort viel Keramik und Goldschmuck, Grabstelen und kykladische Idole, Mosaiken, schwarzfigurige Keramik und römische Glasgefäße.
Selbst ein Marcus Antonius, gefunden im Dionysos Tempel, ist zu sehen.

Drei Tore führen ins Kastro; vom Pradouna Platz kommt man durch das Südtor, vorbei am Haus der Barotzis.
Das Nordtor, die Trani Porta mit Spitzbogen hat heute noch seine eisenbeschlagene Holzbohlentür. Gleich rechts das gastfreundliche Haus der Familie Della-Rocca.
Im Südosten ist kein Tor erhalten, dort fällt der bewohnte Stadthügel ziemlich steil ab; gigantisch hoch scheinen die 7 Stockwerke des Ursulinenklosters.
Ziemlich ausgestorben wirkt heute das naxiotische Kastro. Wenige Menschen leben in den für kykladische Verhältnisse palastartigen Stadthäusern. Viele davon gehören weiterhin den alten katholischen Familien. Im Vergleich zu anderen Kykladen-Städtchen ist die Atmosphäre hier ursprünglicher und riecht mehr nach Mittelalter.
So zieht es immer wieder Fotografen und Künstler in die engen Gassen des Kastro, die die nahezu unveränderte Atmosphäre festzuhalten suchen.

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Am Nordhang des Kastro entstand seit dem 11. Jahrhundert ein von orthodoxen Griechen bewohntes Viertel.
Auch dieser Stadtteil eigenen Charakters ist noch gut erhalten: Er gleicht mehr den Kykladen-Siedlungen anderer Inseln. Die Häuser sind kleiner, volkstümlicher als im Kastro.
Hier tobt das Leben auch nicht mehr so wie vielleicht noch vor 500 Jahren, aber es gibt ein paar Läden, deren eigenen Reiz Sie beim abendlichen Bummeln entdecken werden. Finden Sie den letzten Bäcker, der noch mit Olivenholz sein Brot backt!

Erwähnenswert ist noch das Viertel Grotta, wo eine früh kykladische Siedlung gefunden wurde. Ein Teil davon ist heute als Freiluftmuseum zu besichtigen.
Der größte Teil liegt versunken im Meer.


Es gibt weit mehr als 40 orthodoxe Kirchen und Kapellen im Gebiet der Chora.
Aber die wollen wir hier nicht alle aufzählen oder gar beschreiben.
Die meisten der Kirchen sind geöffnet, obwohl mit zunehmendem Ikonendiebstahl immer mehr Kirchen verschlossen werden.
Die beste Zeit, die Gotteshäuser zu besichtigen, ist nach dem Gottesdienst oder am frühen Abend, wenn die Popen oder die Kirchendiener die Öllampen anzünden.

Einen kleinen Ausflug Wert ist auf jeden Fall das Chrysostomos Kloster aus dem 17./18. Jahrhundert, dass am nordöstlichen Berghang klebt wie eine weiße Festung (etwa eine Stunde Fußweg außerhalb von Chora).

Allein wegen der Aussicht lohnt es sich schon, auch wenn Sie die Nonnen vielleicht nicht hineinlassen. Aber Sie werden auf jeden Fall getröstet mit dem Besuch der kleinen Felsenkapelle Theologaki, die am Weg liegt.

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... und es gibt auch weit mehr als 40 byzantinische Kirchen und Kapellen in Naxos; ergiebigste Quelle zur Erforschung der Wand- und Deckenmalerei über mehrere Jahrhunderte hinweg. Leider ist aus der frühchristlichen Zeit nur wenig zu sehen: Von den fünf Basiliken ist leider nicht viel stehen geblieben.

Die wichtigsten Kirchen sind : Panagia Drosiani, beim Dorf Moni. Die Fresken sind in mehreren Schichten übereinander gemalt, die Ältesten datieren ins Jahr 590.
Der Zentralbau mit Kuppel wird ergänzt durch einen Narthex und Seitenkapellen, die ebenfalls überkuppelt sind. Sehr sehenswert.
Kastro Apalyrou, bei Sangri;
Die drei Kirchen der Kaloritissa, Höhlenkirche mit Fresken aus dem 11. Jahrhundert
Agias Mamas, bei Kato Potamia

 


3000 – 2000 v.Chr., ja, soweit gehen die Funde zurück; und noch viel weiter. Insgesamt 8000 Jahre Menschheitsgeschichte hier auf Naxos! Die Fundstücke aus Gräberfeldern, Sakralbauten und kleinen Siedlungen sind am besten in den Museen zu bestaunen.

Die ausgesuchtesten Stücke liegen natürlich in den Museen Athens, aber auch das hiesige Museum hat eine ansehnliche Sammlung zusammengetragen, würdig eines Besuches.
Herausragende Bedeutung in geometrisch-archaischer Zeit hat Naxos in den Bereichen Plastik und Architektur; hier werden die ersten Monumentalskulpturen und Marmorbauten Griechenlands geschaffen.
Aus Delos bekannt ist das Haus der Naxier, die Säulenhalle, der Apollon – Koloss.
Die naxiotische Superlative zeigt sich auch im Delphi' schen Weihegeschenk; einer Sphinx, die auf einer neun Meter hohen Säule sitzt (570 v. Chr.)
Die älteste Großplastik Griechenlands ist die Artemis – Statue der Nikandre von Naxos (650 v. Chr.)
Hier in Naxos sind noch mehrere Kouri zu bestaunen, die wegen Materialfehler in ihren Steinbrüchen liegen blieben; der Kouros von Flerio (620 v. Chr.) liegt in einem paradiesischen Garten bei dem Dorf Mili.
Ein größerer Kouros liegt oberhalb des Fischerdorfes Apollonas, so benannt nach dem Kouros. Der aber wird wegen seines Bartes eher ein Dionysos sein!

kouros potamia Der dritte Kouros liegt in der Nähe von Potamia

Rundgräber, durch einen Monolithen gekennzeichnet, nahe einer Siedlung aus geometrischer Zeit finden Sie südwestlich des Dorfes Tsikkalario, unterhalb des Apano Kastro.

 

Der Bauhistoriker Gottfried Gruben, Universität München, hat sich um die Erforschung der archaischen Sakralbauten von Naxos ganz besonders verdient gemacht. Südlich der Chora sind zwei alte Tempel entdeckt worden, die kulturhistorisch sehr bedeutungsvoll sind.

iriavign Tempel von Iria. Rekonstruktionsskizze von Gottfried Gruben

Iria: in den Kartoffeläckern unterhalb des Dorfes Glinado fand man beim Legen einer Wasserleitung einen der ersten (immer diese Superlative!) Marmorbauten Griechenlands (frühes 6. Jahrhundert v. Chr.), gebaut wie eine Ummantelung eines älteren Tempels aus Granit (700 v. Chr.)
Den Fundstücken gemäß war es der dem Dionysos geweihte Haupttempel von Naxos.
Dionysos war der Gott des Weines; Naxos soll sein Geburtsort gewesen sein; deshalb wurde er auf alten naxischen Münzen dargestellt.
Auf jeden Fall aber hat sich Dionysos hier in Naxos mit Ariadne vermählt, die von Theseus schlafend hier zurückgelassen wurde, nachdem sie vorher gemeinsam aus Kreta geflohen waren. Nachzulesen und nachzusingen bei Hugo von Hoffmannsthal und Richard Strauss in deren Ariadne auf Naxos.

Südlich vom Dorf Sangri bei der alten Kapelle Agios Ioannis Gyrolas wurde ein ungewöhnlicher, fast quadratischer Tempel entdeckt. Der Sakralbau von 530 v. Chr. diente dem Mysterienkult zu Ehren der Demeter und der Persephone.

demetertempelvign Sangri, Demetertempel, Rekonstruktionsskizze von Gottfried Gruben


Wie schon beim Dionysostempel in Iria waren nicht nur die Säulen der Vorhalle, sondern auch die Balken, die das Dach trugen, aus Marmor. Ja, selbst die Dachziegel waren aus dünn gearbeiteten, marmornen Dachziegeln.
Stellen Sie sich dieses Stimmungserlebnis vor mit tanzenden, der Demeter geweihten Jungfrauen, beim pfirsichfarbenen Sonnenaufgang! Nektar der Götter trinkend!

Beide Tempelanlagen sind heute, vorsichtig und teilweise restauriert, dem Publikum zugänglich gemacht. Beim Demeter Tempel von Sangri gibt es noch ein kleines Museum, das man nicht versäumen sollte.

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Seit etwa 1600 haben die Venezianer mehr als 30 Herrensitze gebaut, über ganz Naxos verstreut. Manchmal stehen sie mitten in den Dörfern und manchmal stehen sie herrschaftlich auf den Landsitzen, inmitten der Wirtschaftsgebäude, der Viehställe der Ölmühle und der Kirche, immer sind es repräsentative Gebäude, die Schutz boten gegen Piraten, aufständische Dörfler.
Fast jeder Pyrgos verfügt über eine zweischiffige Kapelle; das linke für den katholischen und das rechte Schiff für den orthodoxen Ritus.
Im Pyrgos Frangopoulos, der heute der Della Rocca Familie gehört, hat einst der König Otto gewohnt. Sagen umranken seinen Besuch. Ein Marmortisch mit Inschrift ist noch in einem Garten in Kourounochori zu bewundern.

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Hoch im Norden ist der wunderschöne Wohnturm von Agia vor wenigen Jahren leider ganz abgebrannt.
Einer von vier Pyrgoi in Apiranthos, der Zevgoli, ist besonders schoen restauriert worden; unterhalb befindet sich das kleine, aber bemerkenswerte archäologische Museum. Eintritt frei! Und wie alle Museen Montags geschlossen.
Die grosse Burganlage von Apano Kastro war zwar auch venezianisch, aber die Befestigung ist viel älter; hat doch Marco Sanudo nach dem Verbrennen seiner eigenen Schiffe und nach zweimonatiger Belagerung das Kastro erst Schleifen können.
Besuchenswert noch, der seit seinem Bau 1683 umstrittene Palast von Kalamitsia, ein Sommersitz der Jesuitenbrüder; südlich von Melanes gelegen. Dieses herrschaftliche Anwesen wurde vom gleichen Roberto Sauger gebaut, der auch im Kastro die Jesuitenschule, das heutige Archäologische Museum und eine weitere Kapelle baute.
Umstritten deshalb, weil er entgegen seinem Jesuitengelübde ein wahres Paradies anlegte; einen grossartigen Palast mit Teichen in grossen Gärten, Wandelwege durch Palmen und Ölhaine. Ja, er baute sogar ein kunstvolles Taubenhaus, Pferdeställe.... was man eben alles so brauchte zur geistlichen und auch nicht so geistlichen Erbauung. Er war ein grosser Ideologe und Romantiker.
Wie gut ich ihn verstehe!
Er verstarb 70jährig in Kalamitsia wie ein wahrer Duce.

 

Von Filoti aus fährt man auf einer neuen Straße, vorbei an der Zeus – Höhle in 600 Meter Höhe mit tropfsteingeschmückter Halle, zum kreisrunden Turm von Chimarros. Eine aufregende Fahrt durch zerklüfteten Kalkstein und Granit; interessante Flora und Fauna mit einer weiten Aussicht über den Südwesten der Insel.
Ein 15 Meter hohes mörtelloses Marmorgebäude, nach oben hin sich verjüngendes Bildhauerkunstwerk.
Früher hatte er vier Stockwerke, verbunden durch eine steinerne Treppe.
Der Turm wurde gerade restauriert.
Solche Türme boten der Bevölkerung Schutz und Zuflucht. Sie stammen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Ein zweiter, kleinerer steht südlich von Apiranthos, und von einem Dritten in Mikri Vigla gibt es nur noch einen Haufen alter Steine.

 

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Und wieder Superlative: Keine andere Kykladeninsel hat so viele Sandstrände wie Naxos. Feiner Sand, grober Sand, goldener Sand, schwarzer Sand, was Sie wollen.
Der ganze Südwesten besteht oft kilometerlang aus Sand, manchmal zu Dünen aufgetürmt, manchmal von felsigen Kaps unterbrochen.
Dahinter fruchtbares Ackerland.

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Der Stadtstrand von Naxos Agios Giorgos ist schon zugestellt mit Hotels. Nicht empfehlenswert.
Anschließend daran eine große seichte Bucht, die nur für Surfer und Kiter interessant ist; im Sommer bei Meltemi voll mit hunderten von bunten Segeln.
Hinter der Stelida dann fangen die Strände so richtig an.

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Agios Prokopios und Agia Anna mit kleinem Fischerhafen, wo man auch zu einem Tagesausflug nach Paros oder Sikinos und Serifos ein Schiff finden kann.
Hier sind die Strände im Sommer schon kräftig besucht; sind sie doch bestückt mit allem möglichen Entertainment wie Surfen, Wasserski, Gleitfliegen etc.
Sie haben die Qual der Wahl zwischen all den Bars und Restaurants, die direkt am Strand ihre Erfrischungen und Speisen anbieten. Aber seien Sie unbesorgt: Mallorca ist es noch lange nicht!

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Wer es mehr mit der Stille und Besinnlichkeit hat, muss einfach weiter nach Süden.
Der Plakastrand ist vier Kilometer lang, und je weiter man läuft, desto weniger Menschen trifft man.
Aber die Liste ist noch lange nicht zu Ende; finden Sie doch einfach Ihren persoenlichen Strand irgendwo dort bei Orkos und Mikri Vigla, bei Kastraki,
Alyko und Pyrgaki. Es muss ja nicht gleich Kalantos sein.
Im felsigen Norden sind es nicht so viele, dafür aber um so einsamer, so z. B. Ammiti oder Agias Mammas.
Im Osten und Süden finden Sie herrliche Sandbuchten, die sehr abgeschieden und romantisch sind, z. B. Psili Ammos, Klido, Panormos

Selbst mitten im August können Sie Strände finden, an denen Sie allein sind.
Vergessen Sie Ihr Sonnenschutzmittel und die Wasserflasche nicht!


 

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